Seiner Intuition vertrauen

Aktualisiert: 4. Aug 2020

Stellen Sie sich vor, Sie suchen einen neuen Mitarbeiter. Der Bewerber verfügt über gute Referenzen, die Sie dazu gebracht haben, ihn neben anderen potenziellen Kandidaten persönlich einzuladen. Bereits in den ersten Momenten des Bewerbungsgespräches spüren Sie ein unangenehmes Prickeln auf der Haut. Eigentlich ein sehr verlässliches Zeichen dafür, dass der Bewerber nicht in Ihr Unternehmen passt. Trotzdem führen Sie das Bewerbungsgespräch fort. Immer wieder kommen Ihnen unangenehme Assoziationen. Obwohl der Bewerber bei allen Fragen und auch den gezielten Provokationen, die Sie in das Gespräch eingebaut haben, eine gute Figur macht, bleibt dieser unangenehme intuitive Eindruck. Gott sei Dank müssen Sie sich nicht sofort entscheiden. Am Abend sehen Sie sich zufällig ältere Fotos an. Beim Durchblättern bleiben Sie am Bild eines alten Bekannten hängen, weil dieser fast genauso aussieht wie jener Bewerber. Fast könnte man meinen, es handelt sich um dessen Bruder. An jenen Bekannten haben Sie eine recht unangenehme Erinnerung, weil er versucht hat, Ihre Karriere kaputt zu machen. Jetzt wissen Sie woher dieser unangenehme Eindruck stammt, den Ihre Intuition zu Tage gefördert hat. Die unangenehme Erinnerung ist tief in Ihrem Unterbewusstsein eingegraben. Sie kommt oft nicht direkt zum Vorschein, sondern nur über unangenehme Gefühle. Da die Funktion der Intuition in erster Linie in der Selbsterhaltung liegt, bedeutet dies, dass sie eher ein falsch-negatives Urteil fällt, als erneut ein Risiko einzugehen.


Ich kenne Leute, die sind so überzeugt von ihrer Intuition, dass sie jede Situation danach bewerten, ob sich etwas „gut anfühlt“.

Ob sich etwas gut anfühlt, hängt aber in erster Linie davon ab, welche Glaubenssätze Sie in sich tragen. Diese Glaubenssätze und Selbstsabotageprogramme liegen wie ein Filter über Ihrer Wahrnehmung und Ihrer Persönlichkeit, und daher fühlt es sich automatisch „gut an“, diese zu bedienen und zu nähren. Höre ich gerade auf meine Intuition und meinen Körper, oder höre ich in Wahrheit nur auf meine Ängste und Widerstände?


Besonders Verkäufer in besseren, edleren Geschäften neigen dazu, von der Kleidung, dem Gangmuster und der Ausdrucksweise eines Kunden auf dessen Wünsche zurückzuschließen. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Film „Pretty Woman“, bei dem eine billig aussehende Prostituierte sich in einer Edelboutique seriös neu einkleiden will und von den Verkäuferinnen komplett ignoriert wird, obwohl ihr alle Mittel zur Verfügung standen, den Laden leerzukaufen. Später, nachdem sie sich in einem anderen Geschäft neu eingekleidet hat, kehrt sie in dieses Geschäft zurück. Jetzt sind die Verkäuferinnen sehr freundlich, doch die Chance für diese Boutique ist ein für alle Mal vertan. Die „Prostituierte“ wollte sich nur noch einmal Genugtuung verschaffen. Solche Fehler kommen oft dadurch zustande, dass auch unsere Intuition teilweise auf Regeln zurückgreift. In unserer Gesellschaft gibt es eine Reihe von Vorurteilen, die Sie oft nur unbewusst während Ihrer Erziehung mitbekommen haben.


Mit dem klopfen eruiert man alle negativen Gefühle zu einem Menschen oder zu einer Situation, klopft sie weg und wird somit frei, objektiv zu entscheiden.







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